Buch-Tipps für Sie

Kosten Verkauf Immobilie beim geplatzten Grundstücksverkauf

Was ist mit den enstandenen Kosten Verkauf Immobilie, wenn der Verkauf plötzlich platzt?

Darf ich die Kosten Verkauf Immobilie doch noch irgendwie steuerlich absetzen? Die Kosten Verkauf Immobilie für Notar oder Gericht, die aufgrund eines geplatzten Grundstücksverkaufs eines vermieteten Grundstückes entstanden sind, können nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden
Weiterhin werden die Kosten Verkauf Immobilie auch nicht bei den privaten Veräußerungsgeschäften berücksichtigt, wenn das Grundstück innerhalb der maßgebenden Veräußerungsfrist verkauft werden sollte, aber es -aus welchen Gründen auch immer- nicht zum Grundstücksverkauf kam.

Fall (Urteil vom 1.8.2012, IX R 8/12):
  • Der Kläger vermietete verschiedene Immobilien und verdiente somit im Streitjahr Geld mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Eines seiner Grundstücke, welches weniger als 10 Jahre dem Kläger gehörte, wollte der Kläger verkaufen.
  • Aufgrund der Probleme bei der Finanzierung des Käufers kam letztendlich kein Verkauf der Immobilie zu Stande, daher versuchte der Kläger die dabei entstandenen Notar- und Gerichtskosten sowie Bewirtungskosten als Werbungskosten geltend zu machen.
  • Das Finanzamt lehnte den Einspruch des Klägers ab und setzte die Einkommensteuer fest, ohne die Kosten Verkauf Immobilie für den geplatzten Grundstücksverkauf als Werbungskosten zu berücksichtigen.
  • Die Klage blieb erfolglos. Das Finanzgericht war der Meinung, dass die Kosten Verkauf Immobilie für die gescheiterte Grundstücksveräußerung auf keinen Fall Werbungskosten sind und diese stellen auch keine erneuten Anschaffungskosten der Immobilie dar. Bei den entstandenen Kosten Verkauf Immobilie handelt es sich auch nicht um Werbungskosten bei den privaten Veräußerungsgeschäften.
  • Der Kläger richtete seine Revision gegen die Entscheidung des Gerichts, weil seiner Meinung nach das materielle Recht hierdurch verletzt wurde. Denn die Kosten Verkauf Immobilie entstanden nicht wegen einer fehlender Verkaufsabsicht der Immobilie, sondern weil der Käufer diese verursacht hat und eigentlich übernehmen müsste.

DIE ENTSCHEIDUNG:

Hausverkauf Kosten für den Verkäufer doch keine Werbungskosten

  • Das Bundesfinanzgericht hat die Revision als unbegründet angesehen und zurückgewiesen.
  • Die Kosten Verkauf Immobilie für den geplatzten Grundstücksverkauf sind nicht bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung anzusetzen.
  • Die Werbungskosten des Streitjahres sind bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung nur zu berücksichtigen, wenn sie bei ihr erwachsen und die Kosten durch die Einkunftsart veranlasst sind. Die entstandenen Gerichts- und Notarkosten sind durch Verkauf der Immobilie veranlasst.
  • Die Kosten sind durch geplanten Grundstücksverkauf entstanden und nicht durch Vermietung des Objektes.
  • Dabei spielt es keine Rolle, ob der Käufer die Kosten Verkauf Immobilie tragen müsste oder nicht.
  • Der wirtschaftliche Zusammenhang wird hier auch nicht durch die Einkünfteerzielungsabsicht hergestellt.
  • Verkauft der Steuerpflichtige innerhalb der Spekulationsfrist eine Immobilie, so ist das daraus resultierende Ergebnis zu versteuern. Dabei sind subjektive Merkmale ohne Bedeutung.

 

Kommt es innerhalb der Spekulationsfrist zu keinem Grundstücksverkauf, so fällt das Ganze in die nicht zu versteuernde Vermögenssphäre und bleibt somit steuerlich unberücksichtigt. Damit sind die Kosten bei bloßem Verkaufsversuch steuerlich ohne Bedeutung, wenn es nicht zum Grundstücksverkauf kommt.

Viel Erfolg und Grüße

Ihr www.steuer-info-blog.de

Es wurde nichts gefunden.

Eine Antwort auf Kosten Verkauf Immobilie beim geplatzten Grundstücksverkauf

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Steuernews

Suchwörter